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Mittlerweile hat sich Texas Holdem als beliebteste Poker-Variante durchgesetzt, was unter anderem damit zusammenhängt, dass der Glücksfaktor beim Texas Holdem eine kleinere Rolle einnimmt.
Beim Texas Holdem wird mit zwei “Pocket Cards” und fünf “Community Cards” gespielt: Am Anfang des Spiels erhält jeder Spieler zwei Karten verdeckt (Pocket Cards). Die fünf so genannten Community Cards werden im Spielverlauf aufgedeckt und von jedem Spieler zur Bildung seines besten Blattes verwendet.
Im Unterschied zu anderen Pokervarianten muss beim Texas Holdem der Grundeinsatz – der so genannte Ante – nicht von jedem Spieler gezahlt werden. – Es werden noch vor dem Austeilen der Pocket Cards so genannte Blinds gesetzt, wobei der Spieler links vom Geber den Small Blind (in der Regel die Hälfte vom Mindesteinsatz) und der Spieler links von diesem Spieler den Big Blind (voller Mindesteinsatz) einbringt. Der Pot gilt damit als eröffnet und der Anreiz zum Einsatz – zur Wette – ist gegeben.
Wenn alle Spieler im Besitz ihrer Pocket Cards sind, beginnt eine Wettrunde. Der Spieler links vom Spieler, der das Big Blind gesetzt hat, beginnt. Der Spieler kann nun entweder Ablegen (Fold), Checken (Check), Halten (Call) oder (Weiter-)Erhöhen (Raise). Wenn ständig erhöht wird, kann sich eine Wettrunde über mehrere Runden um den Tisch ziehen. Die Wettrunde gilt als beendet, wenn alle Spieler abgelegt haben oder die letzte Wette gehalten haben.
Nach Abschluss dieser Wettrunde folgt der so genannte Flop, dafür werden drei Karten von den fünf Community Cards offen auf den Tisch gelegt. Danach startet erneut eine Wettrunde.
Im anschließenden Turn wird die vierte Community Card neben dem Flop aufgedeckt und es geht wieder in eine Wettrunde.
Nun wird auch die letzte Community Card – der so genannte River oder Fluss – neben dem Turn auf dem Tisch umgedreht und die letzte Wettrunde beginnt.
Danach kommt es zum Showdown: Hierbei werden die besten fünf Poker-Blätter, die die verbleibenden Spieler bilden können, miteinander verglichen. Es geht dabei um die Kombination der beiden Pocket Cards mit den fünf Community Cards. Der Pot geht an den Spieler mit dem besten Blatt. Wenn mehrere Spieler die gleiche Wertigkeit erreichen, wird der Pot geteilt.
Die Omaha Pokervariante ist mit Omaha zu vergleichen, wobei die Spieler dabei jedoch vier verdeckte Hole Cards bekommen. Der Spielablauf bei Omaha ist identisch wie beim Omaha:
Zunächst bekommt jeder Spieler verdeckt die vier Hole Card – oder auch Pocket Cards. Im Anschluss daran geht es in die erste Bietrunde. Dann folgt der Flop, wo drei Community Cards offen und für alle sichtbar auf den Tisch gelegt werden. Erneut schließt sich eine Bietrunde an. Im Turn wird dann die vierte Community Card offen auf den Tisch ausgeteilt. Es geht wieder in eine Bietrunde. Die fünfte und letzte Community Card kommt im River offen auf den Tisch und es folgt eine letzte entscheidende Bietrunde vor dem Showdown.
Die Spieler versuchen nun mit zwei Karten der vier Hole Cards aus ihrer Hand und drei von den Community Cards – Gemeinschaftskarten – das beste Blatt zu bilden. – Die Chancen für ein gutes Blatt sind hierbei in der Regel höher als beim Texas Holdem, da die Spieler beim Omaha aus neun Karten anstatt sieben Karten wählen können.
Eine Variante des Omaha Pokers ist das Omaha Hi Lo, wobei am Ende einer Spielrunde unter Umständen zwei Gewinner ermittelt werden. – Gewinnen kann zum Einen der Spieler mit der besten Hand (High) und zum Anderen der Spieler mit der niedrigsten Hand (Low). Dafür gibt es jedoch bestimmte Voraussetzungen.
Bevor Texas Holdem zur beliebtesten Pokervariante in den Casinos avancierte, war Seven Card Stud Poker weit verbreitet. Beim Seven Card Stud bringt jeder Spieler seinen Ante und erhält dann jeweils drei Karten. – Zwei dieser Karten gehen dabei verdeckt an die Spieler. Die dritte Karte wird offen auf den Tisch gelegt. Diese Karte wird als Doorcard bezeichnet. Der Spieler mit der niedrigsten Doorcard bringt nun seinen Einsatz (Bring In). Sollten zwei Spieler Doorcards mit dem gleichen Wert haben, entscheiden die Farbwerte (Reihenfolge: Pik, Herz, Karo, Kreuz). Mit dem Spieler links vom Bring In Spieler geht es weiter. Dieser kann passen, mitgehen oder den Einsatz erhöhen.
Dann folgen 4th Street, 5th Street und 6th Street, die ungefähr gleich ablaufen. – In jeder Spielrunde bekommt jeder Spieler eine weitere Karte, die offen hingelegt wird. Nun entscheidet jeweils das beste Blatt darüber, welcher Spieler beginnt. Die Einsatzlimits für die einzelnen Runden sind unterschiedlich und reglementiert.
In der 7th Street wird für jeden Spieler die siebte und letzte Karte verdeckt ausgegeben. Die Karten, die offen auf dem Tisch liegen, werden auch als Porch bezeichnet. Mit dem Setzen in dieser Runde beginnt der Spieler mit dem höchsten Porch.
Abschließend folgt der Showdown wenn mehr als ein Spieler übrig sind. Sieger ist derjenige, der das höchste Blatt aus seinen fünf besten Karten bilden kann.
Beim Five Card Draw Poker werden fünf Karten ausgegeben und der Spieler entscheidet selber, wie viele Karten er tauschen möchte. Five Card Draw Poker wird auch als geschlossenes oder verdecktes Poker bezeichnet.
An einer Pokerrunde sind beim Five Card Draw zwei bis maximal sieben Spieler beteiligt.
Vor dem Spiel verteilt ein beliebiger Spieler die Karten einzeln und offen, solange bis ein Bube fällt. Der Spieler mit dem Buben ist dann der Geber der ersten Runde. Danach wechselt der Geber im Uhrzeigersinn.
Zunächst erbringen alle Spieler den festgelegten Ante in den Pot. Dann werden fünf Karten verdeckt pro Spieler ausgegeben. Die restlichen Karten kommen als Talon in die Mitte des Tisches. Dann folgt eine Bietrunde ähnlich wie bei den anderen Pokervarianten. Danach folgt der Draw – Kartentausch. In der Regel dürfen bis zu vier Karten getauscht werden, wobei in manchen Pokerrunden nur drei gestattet werden oder wieder woanders auch die komplette Hand – also alle fünf Karten getauscht werden dürfen. Die abgelegten Karten sind für diese Runde komplett aus dem Spiel und dürfen auch vom Spieler nicht wieder aufgenommen werden. Falls der Talon erschöpft ist, dass ist er, wenn nur noch eine Karte übrig ist, werden die abgelegten Karten mit dieser letzten Karten zusammen gemischt und als neuer Talon auf dem Tisch platziert. Nach dem Draw schließt sich eine weitere Bietrunde an. Danach folgt der Showdown, wenn noch mehrere Spieler im Spiel sind.
Diese Pokervariante wird heutzutage allerdings in den Casinos so gut wie gar nicht mehr gespielt und ist in den USA gänzlich unpopulär.
Easy Poker, auch “Let it ride” genannt, ist eine Pokerspielart die hauptsächlich in Spielbanken angeboten wird. Das besondere bei dieser Spielart ist, dass nicht die Teilnehmer gegeneinander wetten, sondern jeder für sich gegen das Spielcasino.
Easy Poker wird mit französichen Spielkarten mit 52 Blatt an einem Tisch gespielt, ähnlich wie beim Black Jack. Dabei können bis zu sieben Spieler teilnehmen. Der “Dealer” befindet sich an der geraden Seite des Tisches. Jeder Spieler muss vor Spielbeginn den jeweiligen Limits entsprechend drei gleich hohe Einsätze an den Setzringen platzieren. Jeder Mitspieler erhält verdeckt drei Karten, nachdem der “Dealer” diese gemischt hat. Im Laufe des Spiels werden zusätzlich zu den drei verdeckten Karten noch zwei Karten (Common Cards) in den dafür vorgesehen Platz gelegt.
Nachdem jeder Spieler die ersten drei Karten erhalten hat, prüft der diese (check) und entscheidet anhand dieser Prüfung, ob sein Einsatz stehen bleiben soll oder nicht. Im nächsten Schritt wird eine der Common Cards vom “Dealer” aufgedeckt, worauf die Mitspieler in analoger Reihenfolge eine Entscheidung bezüglich des zweiten Setzringes treffen müssen. Nachdem jeder Spieler seine Entscheidung getroffen hat, deckt nun der “Dealer” die zweite Common Card auf. Damit müssen auch die Spieler nun ihre Karten offen legen, worauf die Auszahlung erfolgen kann. Diese Auszahlung ist anhand einer Tabelle festgelegt.
An erster Stelle stehen der Royal Flush, Straight Flush bishin zu Two tens or better usw. Minimum- und Maximalbeträge sind ebenfalls festgelegt. Eine siegessichere Strategie ist bisher leider noch nicht bekannt, allerdings dafür einige Tipps. So ist es empfehlenswert seinen Setzring Nummer 1 nur dann nicht zurückzuziehen, wenn Folgendes eintrifft:
drei Gleiche / ein hohes Paar, Karten aus denen ein Royal Flush werden könnte, Karten die zu einem Straight Flush werden könnten.
Die Spielvariante Razz ähnelt sehr stark dem Seven – Card – Stud. Allerdings gewinnt beim Razz derjenige, der die niedrigste Hand hat. Ein Straight und ein Flush werden hierbei nicht gezählt. Und noch erwähnenswert ist, das beim Razz das Ass die kleinste Karte ist. Also, die beste Hand ist beim Razz ein Ass, dann eine 2, dann 3, 4, 5.
Zunächst bezahlt jeder Spieler einen Einsatz. Dann werden die Karten ausgegeben. Dabei erhält jeder Spieler zuerst 2 verdeckte und dann 1 offene Karte. Danach folgt eine Wettrunde. (Erst danach werden jeweils eine 4., 5. und 6. Karte offen gelegt, jeweils gefolgt von einer Wettrunde. Die 7. Karte wird wieder verdeckt ausgeteilt und es folgt eine letzte Wettrunde.) Beim Razz muss der Spieler mit der höchsten offenen Karte (bei Gleichheit entscheidet aber die Farbe: Pik vor Herz und Herz vor Karo und Karo vor Kreuz) den sogenannten “Bring – In” setzen. Dieser Einsatz beträgt entweder die Hälfte des Anfangseinsatzes oder aber auch die volle Höhe. Solange dieser Betrag von keinem anderen Spieler “geraist” wurde, braucht er keine weiteren Chips in die Mitte zu legen um die nächste Karte zu sehen.
Zum Schluß wählt jeder Spieler aus seinen 7 Karten (drei verdeckte, vier offene) 5 Karten aus, die sein endgültiges Blatt darstellen. Die beste dieser Kombination der Karten gewinnt die zuvor gemachten Wetteinsätze.